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Donnerstag, 1. Mai 2014

Navajo

Die Kämme liegen immer noch in Einzelteilen in der Werkstatt, so wird das mit der Cormo nix :)

Ich vertreibe mir die Zeit mit Polwarth/Tencel/Seacell-Mischung vom Wollschaf, relativ dünn gesponnen, außerdem hatte ich die Idee, das Pröbchen Maulbeerseiden-Kammzug, auch vom Wollschaf, möglichst dünn auszuspinnen. Leider dauert das eeeeeeeeeewig, also musste heute eine leicht angefilzte Färbung von heimischem Merino-Kardenband und eine genauso angefilzte Färbung von tja, das wenn nun draufgestanden hätte... vermutlich Lincoln-Kammzug dran glauben. Ich brauchte einfach etwas, das schnell geht und ein bisschen Farbe.

Ich wollte ein robust aussehendes Garn. Also spann ich es dicker und versuchte mich an Navajo-Zwirnen, das ist leichter, als ich gedacht hätte. Das Garn ist trotzdem nicht ganz ausgewogen, da ich mich erst einmal an den Bewegungsablauf gewöhnen musste und nicht so auf die Balance achtete. Im Moment badet es gerade, vielleicht wird es dann noch etwas besser.

19 m zu 21 g, das ergibt 92 m Lauflänge auf 100 g


Ich liebe diese Ressourcen-sparenden Methoden wie Anden- oder Navajo-Zwirnen. Man braucht so wenig Aufwand, um schöne Garne zu bekommen. Nur von einem braucht es extrem viel, je dünner das Garn, desto mehr: Zeit. Nun ja, frau gönnt sich ja sonst nix an Hobbies Ne wirklich, Musik machen zählt nicht, das ist überlebensnotwendig. Und alles andere sind einfach Interessen ;)

Montag, 28. Oktober 2013

Lincoln oder: Es wird

Nachdem die Finnin von letztens nun fertig versponnen ist, habe ich mich nochmal an den Lincoln gewagt. Und siehe da, es klappt. Die Spindel ist die schwere Anfängerspindel, knapp 80 g. Ich bin erstaunt, wie dünn die Fäden doch schon werden. Dieser Lincoln-Kammzug ist der Hammer; ich habe schon etwas für die wesentlich leichtere Donut-Spindel beiseite gelegt und bin gespannt, wie dünn ich komme :D


Freitag, 25. Oktober 2013

Schwupps, weg war sie... / Herdenvergrößerung

... die Wolle, die ich eigentlich im Kammzug färben wollte. Weil ein gefärbter Kammzug ja ein viel schöner gefärbtes Garn gäbe.

Ich habe mir nämlich ein paar Kammzüge zum Ausprobieren kommen lassen, verschiedene Wolle und in Anbetracht dessen, dass ich ja immer noch nicht so gut spinnen kann (ehrlich! - Ich rede hier von Garnen!) eher preisgünstig.

Zwei habe ich angesponnen, neugierig wie ich nun mal bin. Eines heißt "Lincoln", das eeeeeeewig lange ziemlich glatte Fasern, für die ich zu ungeschickt bin, irgendwie. Der Faden reisst immer; vielleicht sollte ich die dicker spinnen. Ok, die habe ich sofort wieder weggelegt, ich übe erst mal weiter.

Bei der anderen bin ich hängen geblieben, "Finnisch Nr. 2" stand auf der Tüte. Die Fasern sind kürzer als von meinem keine-Ahung-vielleicht-bayerisches-Merino-Kardenband, das ich bisher versponnen hatte. Und total weich. Und genauso gekräuselt. Und einfach ein Traum. Die spinnen sich fast von allein :) Und nun ist die Spindel halbvoll und der Kammzug halb leer und immer noch nicht gefärbt. Tja. Dabei wäre farbige Kammzüge verspinnen so spaßig.


Herdenvergrößerung

Meine Handspindelherde wird sich vergrößern :D Das war abzusehen, ich wurde ja gewarnt, Spindeln seien Herdentiere. Und wir wollen sie ja artgerecht halten, ne? Außerdem ist es so endslästig, wenn man für jedes neue Garn, oder wenn man einfach nur verzwirnen will, immer erst ein Knäuel wickeln muss, um die Spindel frei zu kriegen.

Das, was am schnellsten erhältlich war (erzählte ich schon, dass Geduld bei mir angelernt ist? ;) ), waren Donuts aus dem örtlichen Heilsteineladen.
Die Spindeln in spe.
Jetzt wenn frau auch noch das passende Holz hätte...
Dürfen ja auch ruhig schön sein, die Spindeln, finde ich. Einer wohl aus Glas, der ist riesig, bestimmt 7 cm im Durchmesser. Dann nicht ganz so große, aber doch größere als der Lapislazuli von 
Spindel Nr. 2. Aus Serpentit, Bergkristall, Calcit und - oh, da hab ich nicht aufgepasst :blush: Der ist nämlich von der Form her richtig hübsch, innen dünn und außen ein dickerer Ring; die Farbe ist eigentlich gar nicht meine, so ein blasses Grün. Aber hier zählt die Form, und mit einem hübschen Holz, vielleicht dunkel lasiert, wird die Spindel bestimmt schön. Morgen werde ich mich wohl mit der Drehmaschine von meinem Ehegespons auseinandersetzen müssen.