Freitag, 25. Oktober 2013

Schwupps, weg war sie... / Herdenvergrößerung

... die Wolle, die ich eigentlich im Kammzug färben wollte. Weil ein gefärbter Kammzug ja ein viel schöner gefärbtes Garn gäbe.

Ich habe mir nämlich ein paar Kammzüge zum Ausprobieren kommen lassen, verschiedene Wolle und in Anbetracht dessen, dass ich ja immer noch nicht so gut spinnen kann (ehrlich! - Ich rede hier von Garnen!) eher preisgünstig.

Zwei habe ich angesponnen, neugierig wie ich nun mal bin. Eines heißt "Lincoln", das eeeeeeewig lange ziemlich glatte Fasern, für die ich zu ungeschickt bin, irgendwie. Der Faden reisst immer; vielleicht sollte ich die dicker spinnen. Ok, die habe ich sofort wieder weggelegt, ich übe erst mal weiter.

Bei der anderen bin ich hängen geblieben, "Finnisch Nr. 2" stand auf der Tüte. Die Fasern sind kürzer als von meinem keine-Ahung-vielleicht-bayerisches-Merino-Kardenband, das ich bisher versponnen hatte. Und total weich. Und genauso gekräuselt. Und einfach ein Traum. Die spinnen sich fast von allein :) Und nun ist die Spindel halbvoll und der Kammzug halb leer und immer noch nicht gefärbt. Tja. Dabei wäre farbige Kammzüge verspinnen so spaßig.


Herdenvergrößerung

Meine Handspindelherde wird sich vergrößern :D Das war abzusehen, ich wurde ja gewarnt, Spindeln seien Herdentiere. Und wir wollen sie ja artgerecht halten, ne? Außerdem ist es so endslästig, wenn man für jedes neue Garn, oder wenn man einfach nur verzwirnen will, immer erst ein Knäuel wickeln muss, um die Spindel frei zu kriegen.

Das, was am schnellsten erhältlich war (erzählte ich schon, dass Geduld bei mir angelernt ist? ;) ), waren Donuts aus dem örtlichen Heilsteineladen.
Die Spindeln in spe.
Jetzt wenn frau auch noch das passende Holz hätte...
Dürfen ja auch ruhig schön sein, die Spindeln, finde ich. Einer wohl aus Glas, der ist riesig, bestimmt 7 cm im Durchmesser. Dann nicht ganz so große, aber doch größere als der Lapislazuli von 
Spindel Nr. 2. Aus Serpentit, Bergkristall, Calcit und - oh, da hab ich nicht aufgepasst :blush: Der ist nämlich von der Form her richtig hübsch, innen dünn und außen ein dickerer Ring; die Farbe ist eigentlich gar nicht meine, so ein blasses Grün. Aber hier zählt die Form, und mit einem hübschen Holz, vielleicht dunkel lasiert, wird die Spindel bestimmt schön. Morgen werde ich mich wohl mit der Drehmaschine von meinem Ehegespons auseinandersetzen müssen.

Kommentare:

  1. Liebe Monika,
    bin schon gespannt wie die Spindeln werden. Ganz besonders wie die Befestigung der Donuts funktioniert.
    Alles Liebe

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    1. Hallo Edith,

      sorry, dass ich jetzt erst antworte, ich hatte den Kommentar nicht gesehen. Bei der Lapislazuli-Spindel, von der schon ein Foto im Blog ist, habe ich einfach Wolle fest um das Essstäbchen gewickelt, und den Donut aufgesteckt. Der Donut liegt einesteils auf der Wolle darunter auf, andererseits füllt die Wolle den Zwischenraum zwischen Stäbchen und Stein (ich hoffe, das ist einigermaßen vorstellbar beschrieben. Bilder der Spindel findest Du unter "Anfänge". Wenn Du die Befestigung genauer sehen willst, schreib mir einfach).

      Für die Calcit-Donuts habe ich schon Spindelstäbe bekommen, herausgedreht aus Zedernholz-Stäben für Pfeile (Bogenbaubedarf). Die haben einen größeren Durchmesser als die Bohrungen in den Donuts und sind nach oben hin verjüngt abgedreht worden. Somit liegen die Donuts auf. Die Spindeln sind allerdings noch etwas dick für die Wirteln, das muss nochmal überarbeitet werden. Im Moment trudeln sie noch.

      Bei den anderen Donuts will ich selber Spindeln drehen; auch so, dass der Donut aufliegen kann. Wir haben aber für die Drehmaschine keinen Beitel und keine Auflage zum Drechseln und mit einem normalen Drehstahl will ich da nicht rangehen. Vielleicht schau ich doch einfach, ob ich es auf der kleinen ("Spielzeug"-Maschine, aber durchaus ernstzunehmen) gebacken kriege.

      Wenn die Teile fertig sind, mache ich natürlich Bilder, das kann aber noch etwas dauern.

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