Samstag, 11. Januar 2014

Auf vielfachen Wunsch ;) ...

... ok, einer einzelnen Dame :) hier die Bananenfaser; im Vergleich zu Maulbeerseide rechts. Danke für die Erinnerung, Bine
Links die Bananenfaser, rechts die Maulbeerseide
Die Maulbeerseide hatte ich etwas dicker angefangen, die flutscht so schnell weg, irgendwie. Die Unterlage ist eine ziemlich alte Blauholzfärbung auf Pongé-Seide. Die ist bestimmt acht Jahre alt.

Noch einmal etwas näher
Es sind beides Donut-Spindeln; die eine meine Lapislazuli-Essstäbchen-Spindel, die andere Calcit-Zedernholz.

Freitag, 3. Januar 2014

Angler und Spinnerin - eine glückliche Koalition

Gestern, eine Spule mit Haken ich mag diese Haken eh nicht sonderlich, sie hindern beim Haspeln und bringen nicht wirklich einen Vorteil beim Spinnen, ich wollte Haspeln und die Wolle hängte sich ständig in den Haken ein: Ich grüble laut vor mich hin, ein Wirbel wäre schön. Die fast gleichgute Hälfte ;) aka Ehegespons merkt auf, meint "Du brauchst einen Wirbel, warte mal eben". Verschwindet und kommt mit dem größten Wirbel aus seiner Angelausrüstung wieder (er hat letztes Jahr, angeblich der Söhne wegen ;), doch noch den Angelschein gemacht). Groß ist er ja nicht, dieser Wirbel, aber es funktioniert wunderbar. Damit ich ihn halten kann habe ich eine Schnur darangebunden. Und nun schnurrt sie beim Abhaspeln, die Spindel, mit Haken :)

Und auf dem Spinntreff war ich. Schön war es. Etwas seltsam kam ich mir ja schon vor, die einzige Handspindel weit und breit in der Hand. Und die anderen, mit ihren Spinnrädern, schafften in der gleichen Zeit locker drei- bis viermal so viel Faden. Aber dafür musste ich nicht so viel schleppen :) Wenn ich sah, wie die großen Rucksäcke gepackt wurden, da war mir mein kleines Tascherl doch schon recht lieb. Ich träume weiterhin von einem Spinnrad; ich weiß nur noch nicht, von welchem. Aber die Handspindeln werden sicher auch bleiben, die sind einfach transportabler, auch in unwegsamen Gelände aufbaubar und man hat den Faden samt Drall schon von Anfang an unter Kontrolle. Das scheint bei den Rädern nicht so ausgeprägt der Fall zu sein.

Den gestern versponnenen Faden (das Cashmere von letztens, ich hatte ja nicht alles mit Yak verzwirnt), ich kam wirklich weit dort, verzwirnte ich heute mittels Andenzwirnen. Auch eine sehr sympathische, da Gelände-gängige, Technik.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Handwerkszeug :)

Unter dem Christbaum stand eine alt-ehrwürdige Haspel :)
Die Haspel;
Garn Wolle von Höfer pflanzengefärbt
vermutlich Kamala / Krapp und Rathania / Krapp
Achtung, Farbstich! (Kunstlicht)

Das zugehörige Spinnrad wird in einer Weile, wenn es an der Zeit ist, schon zu mir kommen. Jetzt hat es noch eine andere Aufgabe zu erfüllen.

Pünktlich zu Weihnachten (obwohl nicht so geplant ;) ) traf auch ein Wollewickler vom Wollwolff ein. Knäuel statt in einer dreiviertel Stunde in fünf Minuten gewickelt zu haben und dabei die Handgelenke zu schonen, hat etwas, finde ich. Und schöner werden sie obendrein.

Wollewickler vom Wollwolff

Samstag, 21. Dezember 2013

Mal wieder ein Herdenzuwachs

Meine Spindel-Herde wird größer :)

Man nehme:
- Holz-Speichenräder oder Holzräder mit Profil, in meinem Fall Buche, ca. 2 Euro pro Stück
- Chinesische Essstäbchen (schüttelt es Euch auch so bei den drei s?), konisch, ca. 25 cent pro Stück
- einen Ehegatten mit Werkstatt, unbezahlbar (notfalls täte es auch eine Ständerbohrmaschine, aber Mann und lieb lächeln ist besser ;) )

und heraus kommen Spindeln für ca. 2,25 Euro pro Stück (die größeren; die kleineren liegen unter einem Euro) die, finde ich, wunderbar laufen. (Ja, Fotos kommen noch :) )

Sagte letztens nicht jemand, Spinnen sei ein teures Hobby?! Ok, ich rechne die Arbeitszeit nicht, das würde die Kalkulation dramatisch verändern. Ist ja auch Hobby ;)

Die neue Spindelschar. Die Unterlage ist iirc gefärbt mit Efeubeeren.

Beide Spindelarten wiegen knapp über 30 g.

Wolle links von Höfer, gefärbt mit dampffixierbaren Seidenmalfarben Rot und Blau, miteinander kardiert



Die Wirteln sind einfach aufgesteckt.



Samstag, 7. Dezember 2013

Verzwirnt - Yak und Cashmere

Yak und Cashmere von letztens sind inzwischen verzwirnt:
ca. 54 m auf 14 g, das macht in etwa 385 m / 100 g
Auf der Spindel sind derzeit noch einmal Yak, ferner Finnische Wolle und dann noch Maulbeerseide und weiterhin die Bananenfaser. Die letzten beiden recht dünn. Das ist schön; ich habe nur keine Ahnung, was ich mit diesen Bindfäden anstellen werde... Es wird sich schon etwas finden, dann. Ich hab ja noch vieeeeeeel Zeit, zu überlegen, wenn das in diesem "Tempo" weitergeht :)

Samstag, 16. November 2013

Yak und Cashmere

Natürlich konnte ich mich nicht beherrschen und musste Yak und Cashmere schon anspinnen.
Cashmere, Makro

... und die ganze Spindel.

Yak

... im Ganzen
Beides macht Laune, schon rein deswegen, weil sie so kuschlig weich sind. Beim Yak muss frau allerdings höllisch aufpassen, dass der Nachschub klappt. Sonst reißt der Faden.

Bananenfaser habe ich auch angesponnen, davon habe ich aber noch kein Bild. Die fliegt überall umeinander; für Spinnen im Garten würde ich das nicht empfehlen, sonst ist sie weg :D Sie lässt sich aber mit viel Drall (ich habe das Gefühl, die nimmt den gar nicht wirklich wahr) sehr dünn ausspinnen. Und sie fühlt sich gut an, glatt und seidig.

Mittwoch, 13. November 2013

Oooh, Entzücken!

Heute kam eine Lieferung an. Ich hatte verschiedene Proben von Edelfasern und Pflanzenfasern bestellt.

In dem Edelfaserpäckchen sind so nette Sachen wie Cashmere, Yak, Mohair, diverse Seiden und Mischungen davon. Oh, da sind schon die Kammzüge so weich und kuschlig, das wird ein Fest für die Finger beim Verspinnen!

Bei den Pflanzenfasern sind auch hoch interessante Dinge - Milchfasern (also ehrlich gesagt erschließt sich mir nicht, was an Milch pflanzlich sein soll), Seacell, Ramie, Bananenfasern und so weiter. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich mit den Fasern zurande komme.

Die Kids sind auch ganz begeistert - "Ich hätte bitte gerne eine Mütze aus Cashmere". Wenn's weiter nichts ist. In dem Alter wusste ich nicht einmal, wie man das schreibt.

Auch wenn die Kammzüge der Edelfasern im Vergleich zu Schurwolle recht teuer sind, solange frau die Arbeitszeit nicht rechnet wird Luxus bezahlbar, wenn man Kammzüge kauft. Denn, die versponnene Wolle aus diesen Fasern, wenn man sie überhaupt so bekommt, ist noch um ein Vielfaches teurer. Und all die Sachen, die sich damit gestalten lassen! Wo gibt es denn schon fertig gesponnen eine Mischung von Yak und Seacell, zum Beispiel? Also, falls es funktioniert :)

Nun bräuchte frau nur noch genügend Zeit zum Verspinnen.